Das bio-psycho-soziale Denkmodell ver- ändert die Beziehungsdienstleistung der Gesprächstherapie. Sie lenkt zunächst die Aufmerksamkeit stärker auf die aktuelle körperliche und seelische Verfassung der Klienten und ist anfangs auf ihre gegenwärtigen Probleme fokussiert. Die Therapeutin ist in dieser Situation mitfühlende und unterstützende Begleiterin. Es geht ihr um Verstehen, nicht um Beurteilung oder Bewertung. Ihre Empathie, ihre Kongruenz und ihre Authentizität helfen den Klienten, die Zusammenhänge ihrer Probleme zu erkennen, selbst Auswege aus ihrer kritischen Lage zu finden, sich also selbst zu regulieren - im Sinne eines Selbstheilungsversuches. Die Gesprächs- therapie hat gute Erfolge in Lebenskrisen jeder Art, wie zum Beispiel in Entscheidungs- schwierigkeiten wie bei Berufswahl, Stellen- wechsel, Beziehungsproblemen, Trennungen.
Die ergänzende Gesprächstherapie
Die Erweiterung und Integration
der Gesprächstherapie und Biographiearbeit
Ich gehe von einem ganzheitlichen Menschenbild aus. Der Zusammenhang zwischen einer gestörten Organfunktion, gestörter seelischer Organisation, einem gestörten Bewusstsein und umgekehrt muß also bei jeder Gesprächstherapie- und Biographiearbeit berücksichtigt werden. Zunehmend können aufgrund von selbsterkannten und erschlossenen Eigenressourcen - Genesungsstrategien entdeckt werden. Die zusätzlich biographische Sichtweise hat das gesamte Leben und seine Intentionen im Blick: Was habe ich erlebt? Was hat gewirkt? Wie hängt alles zusammen?
